Haare schön

Meistens will man ja im Leben das, was man nicht hat und erkennt oft erst im Nachhinein – war doch eigentlich perfekt.

Als junge Frau hatte ich dicke lange Haare mit vielen Locken – und habe es gehasst. Wie gern wollte ich glatte Haare und nicht so viele, die oft einfach nicht zu bändigen waren. Außerdem waren sie schnell fettig, so dass ich oft waschen musste.

 

Inzwischen hatte ich eine Chemotherapie in mittleren Jahren hinter mir und natürlich die Wechseljahre. Außerdem Hashimoto mit Schilddrüsenunterfunktion.  Das heißt zusammengefasst – nichts mehr mit dichten Locken, dafür trocken, glatt, und es zeigen sich immer mehr dünne Stellen, wo die Kopfhaut durchschimmert.

 

Glücklicherweise hab ich aber ein Gegenmittel, bevor ich noch ganz kahlköpfig durchs Leben gehen muss. Genau genommen zwei – Rizinus und Basilikumöl.  

 

Rizinusöl gehört zu den fetten Ölen (richtig fett), den meisten bekannt als geniales Abführmittel. Aber, es ist eben auch schon seit jeher ein tolles Haarwuchsmittel, das außerdem die Haare richtig geschmeidig macht. 

Und dazu als ätherisches Öl Basilikumöl, ebenfalls gut für die Haare und dazu noch entspannend (das ist auch auf der Kopfhaut wichtig), gut für die Konzentration und (gemeinsam mit Pfefferminze) auch wirksam bei Kopfschmerzen.

 

Und neulich beim Herumsurfen im Internet gesehen, dass mein Geheimtipp inzwischen um sehr viel Geld von einigen Firmen als Haarwuchsmittel verkauft wird. Aber wie heißt es so schön – die kochen alle nur mit Wasser.

 

Wer es billiger haben möchte, hier das Rezept zum Nachmachen.

Man nehme:

Rizinusöl aus der Apotheke in ein Pipettenfläschchen abfüllen, einige Tropfen Basilikumöl dazu. Mit der Pipette die Haaransätze eintupfen und mit den Fingern gut einmassieren auf der Kopfhaut. 20 bis 30 Minuten einwirken lassen.

Dann auswaschen. Dazu nehme ich eine Shampoobasis (ich kaufe meine bei Feeling), fülle mir davon eine Portion ab und gebe nochmals Basilikumöl dazu. Und gern auch ein wenig Rosmarinöl, das erfrischt und macht wach.

 

Haare waschen und dann normal weiter trocknen und frisieren.

Und jetzt fehlen noch die Zutaten Konsequenz und Geduld, soll heißen, man sollte diese Prozedur 3mal wöchentlich wiederholen und das kurmäßig ein- bis zweimal im Jahr für 6 Wochen.

 

Bekommt man eine Löwenmähne? Manche ja, aber natürlich sollte man keine unrealistischen Erwartungen haben. Dennoch, ich bin sehr zufrieden und kann es nur empfehlen.

 

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